Welcher Lautsprechertyp bin ich? Der XXL Ratgeber für Ihr Heimkinosystem 2023

Der Markt an Lautsprechern und Heimkinosystemen wird immer unübersichtlicher. Tausende Hersteller werben mit verschiedensten Lösungen und Modellserien um die Gunst des Kunden. Marketingversprechen und verheißungsvolle Datenblätter machen die Suche nach der idealen Lösung für den klanglichen HiFi und oder Heimkinogenuss schwieriger denn je. Egal ob integrierte Lautsprecher in Fernsehern, Soundbars oder Standlautsprecher … alle erfüllen Ihren Zweck der Ton-Wiedergabe. Doch die Entscheidung: „Welcher Lautsprechertyp bin ich eigentlich und was ist für mich das ideale Heimkinosystem?“ hängt von weitaus mehr Aspekten ab als nur der Zweckerfüllung der tonalen Wiedergabe …. Wir wollen in diesem Beitrag einen Überblick über die verschiedenen Arten von Lautsprecherlösungen für das Heimkino mit allen Vor- und Nachteilen geben, damit Sie Ihrem Traum vom idealen Heimkinosystem ein Stück näher kommen…

Dazu betrachten wir die mögliche Soundqualität der verschiedenen Lautsprecherlösungen sowie die Erweiterbarkeit der Heimkinosysteme. Ebenso den benötigten Platzbedarf im Wohnraum oder im Heimkino verbunden mit dem erforderlichen Installationsaufwand. Bei der Installation werfen wir zudem einen Blick darauf, wo sich diese verschiedenen Lösungen integrieren lassen.


1. TV Lautsprecher als Heimkinosystem?

Flache Fernseher = flacher Sound?!

Starten wir mit der offensichtlichsten und einfachsten Soundlösung, und zwar den integrierten Lautsprechern im Fernseher oder teilweise auch in Projektoren. Diese Lösung dürfte jeder daheim haben und kann die folgende Schilderung höchst wahrscheinlich nachvollziehen. Es funktioniert, aber das klangliche „Erlebnis“ ist mehr als bescheiden. Hersteller von Fernsehgeräten haben seit der Einführung der LCD-TV Geräte und seit Kurzem auch mit den noch dünneren OLED-Fernsehern das Problem, das schlichtweg kaum Platz und Volumen in den immer schlankeren Geräten zur Verfügung steht. Zusätzlich sorgen immer höhere Wettbewerbspreise dafür, dass an allen erdenklichen Stellen Einsparungen vorgenommen werden. Darunter fallen meistens auch die integrierten Lautsprecher.

Hier wird auf kleine schmale Breitbandsysteme gesetzt, welche maximal ausreichend für eine einigermaßen verständliche Stimmwiedergabe ausreichen. Der Sound ist damit gleichzusetzen mit der Bauform der Fernseher … sehr flach und unscheinbar. Tiefe Bässe, Dynamik oder glasklare Höhen mit Details darf man hier nicht erwarten. Abgesehen von wenigen absoluten High-End Modellen wie die Z-Serie von Sony oder die 900er Serie von Samsung sind die meisten TV-Geräte und auch Projektoren in Sachen Soundqualität für Film und Musikgenuss nicht brauchbar! Die Gründe für schlechten TV-Sound haben wir näher in unserem YouTube-Video erläutert, welches Ihr weiter unterhalb findet.

Ähnlich bescheiden sieht es meistens mit der Erweiterbarkeit des „Systems“ aus. Hier heißt es in 99 % der Fälle entweder TV-Lautsprecher oder komplett anderes System. Lediglich einige Oberklasse-Modelle von Sony bieten die Möglichkeit, die integrierten Lautsprecher mit in ein System bestehend aus AV-Receiver und passiven Lautsprechern oder eigenen Systeme wie dem Son HAT-A9 zu integrieren. Diese sind an Funktionsbezeichnungen wie High-Level In oder S-Center Eingang zu erkennen.


2. LaserTV Lautsprecher

Deutlich besser in Sachen Soundqualität sieht es hingegen bei den seit ca. 3 Jahren erhältlichen LaserTVs aus. Hier ist aufgrund des größeren Volumens viel mehr Platz für größere und bessere Membrane für die integrierten Lautsprechersysteme. Ein weiterer Vorteil durch die Bauform liegt in der Ausrichtung der Lautsprechermembrane, die ähnlich einer Soundbar in der Front positioniert werden können. Dadurch ergibt sich eine direktere Abstrahlung mit weniger Reflexionen an Wänden und Lowboards, die für eine verwaschene und unverständliche Tonwiedergabe sorgen, wie es bei den meisten Flachbild-Fernsehern der Fall ist.

Zudem setzen immer mehr Hersteller von LaserTVs auf Kooperationen mit bekannten Lautsprecher Herstellern wie Harman Kardon oder Bowers & Wilkins. Die daraus resultierende klangliche Performance ist nahezu allen am Markt erhältlichen TV-Geräten sowohl in der Tieftonleistung als auch der Räumlichkeit und Auflösung mitsamt der Sprachwiedergabe überlegen. Einige LaserTV Modelle wie der VAVA Chroma SP-003 oder Viewsonic X2000 übertreffen mit ihren 60 Watt Harman Kardon Systemen jede externe Einstiegssoundbar bis 300€. Hiermit kann man also bei Musik und Filmen seinen Spaß haben, auch wenn es mal etwas Lauter werden sollte.

Was jedoch stand heute immer noch ein stark nachgefragtes, aber leider nicht umgesetztes Feature ist, ist die Erweiterbarkeit der in LaserTVs verbauten Lautsprecher. Problem an der Sache ist wie folgt: Ein LaserTV steht im Regelfall dort, wo sonst in einem Wohnraumkino eine Soundbar oder ein Center-Lautsprecher stehen würde. Hier wäre es wünschenswert, wenn der LaserTV bei Verwendung eines Surroundsets mit AV-Receiver oder Ähnlichem mit eingebunden werden könnte. Dies ist leider in der Form wie bei den zuvor genannten TV-Modellen von Sony nicht der Fall. Lediglich der Hersteller Viewsonic bot bei seinem ersten LaserTV Modell X1000 die Option eines externen aktiven Subwoofers. Wir und auch alle Endkunden würden sich zukünftig Modelle mit entsprechenden Erweiterungsoptionen wünschen.

Beim Installationsaufwand und Platzbedarf hingegen gilt das Gleiche wie beim Fernseher. Aufstellen, einschalten und los gehts. Leichter kann man es nicht haben. Diese Lösung ist also sowohl für alle Großbildliebhaber als auch für diejenigen empfehlenswert, welche eine One for All Lösung ohne weitere Kabel und Zusatzgeräte bevorzugen. Hier schlagen die LaserTVs in beiden Disziplinen den herkömmlichen TV. Großer Sound und großes Bild sind hier so einfach wie bei keiner anderen in diesem Beitrag aufgeführten Lösung zu erreichen. Aber es geht natürlich noch besser …. Denn wenn es um einhüllenden Surround-Sound wie im echten Kino geht, können weder die in Fernsehern, noch in LaserTVs integrierten Lautsprechersysteme eine entsprechende Performance abliefern


3. Soundbars

Soundbars zählen aufgrund der eingangs erwähnten überschaubaren Soundqualität der immer flacher werdenden TV-Geräte quasi schon zu must have, wenn man mit geringem Aufwand den Ton verbessern möchte. Die mögliche tonale Wiedergabequalität ist dabei maßgeblich von der gewählten Soundbar und deren passender Platzierung im Raum abhängig. Der Markt an verschiedenen Soundbars ist ähnlich umfangreich wie der TV-Markt selbst. Hier geht es schon bei unter 100€ los und nach oben hin sind selten Grenzen gesetzt. Über die absoluten Top-Modelle aus dem Jahre 2022 hatten wir bereits vor einigen Wochen berichtet. Hier haben sich die Modelle von Sennheiser aus der Ambeo Reihe sowie das exotische Schmuckstück von Devialet mit dem Namen Dione etabliert.

Wie schon bei den LaserTVs beschrieben, bieten Soundbars den Vorteil, dass Sie neben dem größeren Volumen auch bei der Anordnung der Lautsprecher weniger Kompromisse eingehen müssen. Hier unterscheiden sich sowohl die Anzahl als auch die Qualität der verbauten Chassis nochmals deutlich zu den integrierten Lösungen in TV-Geräten und LaserTVs. Einer der Gründe dafür ist, dass der Kunde hier Geld für eine zusätzliche Lösung bezahlt. Die in ihrer Funktion rein einer besseren Tonwiedergabe dienen soll. Hier wird also Geld in die Primärfunktion investiert, während bei integrierten Lautsprechern in Bild-gebenden Geräten eine sekundäre Funktion darstellt.

Zusätzlich zu der erhöhten Anzahl und verbesserten Qualität der Lautsprecher in Soundbars kommen noch die Vorteile der zum Teil verbauten DSPs (Digitale Signal-Prozessoren), die es ermöglichen, über geschickte Softwarelösungen einen raumfüllenderen Klang ähnlich einem Mehrkanal-System, bestehend aus mehreren im Raum verteilten Lautsprechern zu simulieren. Das Ganze kommt einem echten Mehrkanal-System sehr nahe und dazu bei verringertem Platzbedarf und Verkabelungsaufwand.

Die Sennheiser AMBEO MAX wird ihrem Namen mit maximaler Anzahl an Lautsprechern mehr als gerecht.

Dieser Effekt kann aber nur ansatzweise erzielt werden, wenn die Raumgeometrie, die Position der Soundbar und besonders wichtig die richtige Einmessung / Einstellung vorgenommen wird. Welche Faktoren hier eine entscheidende Rolle spielen, ist von zu vielen Faktoren abhängig und würde den Umfang dieses Beitrages sprengen.

Eine Liste der nächstgelegenen Händler mit entsprechendem Know-how findet ihr hier:

Bezogen auf den benötigten Platzbedarf und Installationsaufwand bieten Soundbars von allen Zusatzlösungen das beste Verhältnis. Durch die Positionierung in der unmittelbaren Umgebung zum Fernseher ergeben sich kurze Kabelwege und eine naheliegende Stellfläche. Bei an der Wand montierten Fernsehern sollte man aber vorab prüfen, ob eine Wandmontage der Soundbar ebenfalls möglich ist und wie die Kabel schön versteckt werden können. Ansonsten hängen diese deutlich sichtbar herunter. Auch anschlussseitig ist immer zu prüfen, ob genügend Ein- und Ausgänge für HDMI Quellen vorhanden sind. Ansonsten entstehen zusätzliche Aufwendungen für Splitter und Kabel.

Bei der Erweiterbarkeit von Soundbars sind bis dato Software und Hardware spezifische Grenzen gesetzt. So bieten die Soundbars von Sennheiser zumindest die Möglichkeit von externen Kabellosen oder kabelgebundenen Subwoofern. Surroundlautsprecher lassen sich stand heute nicht einbinden. Hier ist man auf die DSPs und ihre Lautsprecher Simulation für 3D Ton angewiesen. Bekannte Systeme von Sonos bieten hingegen auch die Möglichkeit, verschiedene Lautsprecher aus eigener Herstellung als rückwärtige Lautsprecher einzusetzen. Das Limit ist hierbei aber bereits bei zweien gesetzt. Deckenlautsprecher für Atmos oder die 7.1 Anordnung wie im großen Kino sind derzeit nicht möglich.

Wir sind gespannt, was hier in Zukunft noch kommt. Die Erweiterbarkeit ist also sehr stark von der Gunst des Herstellers in Sachen Hardware und Software abhängig … Völlige Freiheit in Sachen Erweiterbarkeit und Integrationsmöglichkeiten herrscht hingegen bei unseren nächsten Lösungen!


4. Stand- / Regal- / On-Wall- Lautsprecher


Der Klassiker unter den Soundlösungen. Von keiner anderen Lautsprecherform gibt es so viele Varianten, Hersteller, Modelle und Designs wie von Standlautsprechern, Regallautsprechern und On-Wall-Lautsprechern. Zum Verständnis definieren wir diese Kategorie wie folgt:

Hierzu zählen alle Lautsprecher mit einem definierten Volumen bzw. eigenem Gehäuse, welches für die freie Aufstellung oder sichtbare Platzierung konzipiert ist. Dazu gehören im Weiteren alle Gehäuseformen, egal ob rechteckig, rund Freiform sowie den unterschiedlichsten Materialien aus Holz, Aluminium, Beton oder Glasfaser. Im Weiteren zählen dazu sämtliche Abwandlungen wie Centerlautsprecher, Dolby Atmos, Lautsprecher Subwoofer usw.

Egal ob Stand-, Regal- oder Centerlautsprecher, alle Versionen haben zumindest, wenn Sie aus der gleichen Modell-Serie eines Herstellers wie in diesem Beispiel von Monitor Audio entstammen, auch die gleiche klangliche Charakteristik. Dabei spielt es keine Rolle, wie groß der Lautsprecher physisch ist. Im Idealfall sind Lautsprecherchassis und Frequenzweiche jedes einzelnen Modells so aufeinander abgestimmt, dass diese im Gesamtsystem perfekt harmonieren.

Dies ist z. B. bei der Monitor Audio Silver 7G Serie der Fall. Hier können je nach Wohnsituation Größe, Farbe und Bauform der Stand- und Regallautsprecher frei zusammengestellt werden, um dies zu einem stimmigen Heimkino-Surroundsystem zu kombinieren.

Zudem können Hersteller hier bei der technischen Konstruktion aus dem vollen schöpfen. Größe, Geometrie und Gewicht können hier komplett dem Ziel nach perfektem Sound unterlegen sein. Dies resultiert in sehr ausgefallenen Kontstruktionen, die neben Ihrer Optik auch überragende Klangeigenschaften bieten wie z. B. bei der DALI Core.

Die Gründe für den Einsatz von Stand- und Regallautsprechern sind vielfältig. Einer der Hauptgründe liegt in der einfachen Installation. Auspacken, aufstellen, anschließen und schon sind Sie spielfertig. Zumindest in der Theorie. Bei mehr als einem Stereopaar fällt besonders für die hinteren Surroundlautsprecher oder gar Deckenlautsprecher für ein Dolby Atmos Heimkinosystem dann doch ein erhöhter Installationsaufwand ins Gewicht. Hier müssen Kabel sauber nach hinten geführt und im Idealfall so versteckt werden, dass man sie nicht sieht. Die Lösungen dafür reichen von überstreichbaren Kabelkanälen bis hin zu Leerrohren hinter der Wand oder unter dem Fußboden. Fakt ist, meterlange Kabelbündel möchte niemand queer durch die Wohnung oder das Kino laufen lassen…

Bei der Planung und Installation hilft natürlich gerne der nächstgelegene Fachhandelspartner. Teilweise gibt es auch die Möglichkeit, die hinteren Lautsprecher drahtlos anzusteuern.

Die Erweiterbarkeit ist bei passiven Lautsprechern im Gegensatz zu allen zuvor genannten Lösungen nahezu grenzenlos. Je nach Anspruch und persönlichem Geschmack lassen sich hier Farben, Modelle und. Hersteller mischen und das in beliebiger Mehrzahl. Wie sinnvoll besonders das Mischen von Herstellern und Serien ist, bleibt eine Frage des Anspruchs und sollte am besten mit einem erfahrenen Profi evaluiert werden.

Limitierender Faktor an der Erweiterbarkeit ist dabei einzig und allein der vorhandene Platz sowie die Anzahl der Verstärkerkanäle des AV-Receivers oder der Vorstufe … Hier sollte nach Möglichkeit früh geplant werden, damit je nach Wunschsystem bereits alles dafür ausgelegt werden kann. So lassen sich Lautsprechersysteme mit definiertem Gehäuse auch über einen längeren Zeitraum Stück für Stück erweitern bzw. zukaufen und ergänzen. So sind in heutigen modernen Heimkinos oftmals auch Systeme mit 13 Lautsprechern und mehr anzutreffen. Diese können dann freistehend in Möbeln oder an der Wand platziert werden.

Lediglich an der Decke ist eine Montage nicht immer einfach oder zu empfehlen, da hier selten entsprechende Befestigungen vorhanden sind und das Gewicht mit teils 5 kg und mehr ein gewisses Gefahrenpotenzial birgt, um diese über die Köpfe zu hängen …

Darüber hinaus können Stand- und Regallautsprecher wahre Kunstwerke und perfekt auf das Interieur abgestimmte Hingucker sein. Kaum eine andere Bauform wird von Herstellern mit einem solchem Aufwand und verschiedensten Materialien veredelt. Besonders im Highend Segment spielt die Optik, Haptik und Verarbeitung von hochwertigen Materialien eine zunehmende Rolle und wird oftmals gleichbedeutend mit Ihrem Sound gestellt. Diesem Aspekt sollte man sich bewusst sein, hier zahlt man die Verarbeitung zu einem Großteil immer mit!


5. Einbaulautsprecher für Wand- und Deckenmontage

Monitor Audio CP-WT380IDC Einbaulautsprecher

Sie kennen das bestimmt, Großer Sound zum Großen Bild, aber keine oder kaum sichtbare Technik, damit auch die bessere Hälfte im Wohnraum einverstanden mit der Installation ist? Nun dann werden Sie um eine Überlegung, dies mit Einbaulautsprechern umzusetzen, nicht drum herum kommen …

Zu der Kategorie Einbaulautsprecher gehören definitionsgemäß alle Lautsprecherarten, welche nicht für eine freie Aufstellung konzipiert sind und nicht auf der Wand oder Decke montiert werden können bzw. sollen. Einbaulautsprecher sind in der Regel dafür ausgelegt, in einer Trockenbau- oder Holzwand bzw. Decke installiert zu werden. Auch Betondecken sind mit entsprechenden Gehäusen und frühzeitiger Planung möglich, dazu aber später mehr. Hierbei gibt es sowohl Modelle, welche wie ein Stand- oder Regallautsprecher ein festes Gehäuse haben, als auch Modelle, welche in ein unendliches Volumen von z. B. einer Decke verbaut werden. Beide Varianten haben dabei Ihre Vor- und Nachteile.

Gegensatz zu Lautsprechern für die freie Aufstellung sind die Gehäuse für den Wand- und Deckeneinbau rein funktionell konzipiert. Das heißt, hier wird kein Geld für eine schöne Lackierung oder Verarbeitung ausgegeben, denn bei vollendeter Montage sehen Sie nur noch ein Metallgitter in runder oder eckiger Form, welches die gesamte Front des Lautsprechers verdeckt und final noch in der passenden Wand- oder Deckenfarbe angepasst bzw. lackiert werden kann. Ob das Gehäuse darunter aus Holz, Kunststoff oder Aluminium besteht, ist dann nicht mehr ersichtlich. Und ja Sie denken richtig, wenn Ihnen jetzt der Gedanke kommt, dass Einbaulautsprecher aufgrund der schlichteren Verarbeitung günstiger sind als Ihre frei stehenden Geschwister.

Denn klanglich basieren Einbaulautsprecher auf den gleichen technischen Prinzipien wie Regal- und Standlautsprecher und auch die verbauten Chassis sind häufig gleich. So kann die Einbauversion von einem Regallautsprecher aus der High-End Klasse schnell mal 40-50 % günstiger sein und das bei vergleichbarer Performance. Die meisten Hersteller stimmen Ihr Produktsortiment so weit ab, das sie frei stehende Lautsprecher und Einbaulautsprecher kombinieren können. Dies führt zu dem immensen Vorteil der Erweiterbarkeit. Hier sind ebenso wie bei den frei stehenden Modellen kaum Limits gesetzt. Und bevor die Frage aufkommt, ob auch der große Subwoofer in der Wand oder Decke verschwinden kann … ja auch hier gibt es entsprechende Modelle.

Zusammengefasst kann man also sagen, Einbaulautsprecher bieten bezogen auf die Soundqualität in der Regel das bessere Preis / Leistungsverhähltnis. Zudem sind Sie schön dezent im Wohnraum integrierbar, was sie auch für Multi Room Installationen prädestiniert. Eine weitere Anwendung ist die Installation im dedizierten Kino hinter einer akustisch transparenten Leinwand, wie in dem Bild unterhalb zu sehen.

Kommen wir aber zu den Nachteilen und die liegen ganz klar im Installationsaufwand. Denn anders als bei der frei stehenden Variante ist es hier nicht mit auspacken, hinstellen und Kabel dran getan … Damit ein Einbaulautsprecher installiert werden kann, bedarf es einer sorgfältigen Planung eines Fachmannes. Denn hier müssen in der Planung die Positionen mitsamt den Kabeln sowie einer entsprechenden Versteifung der Wände berücksichtigt werden. Nachträgliche Änderungen und Erweiterungen sind immer mit viel Aufwand und Dreck verbunden, deswegen sollte man sich hier frühzeitig Gedanken machen. Eine etwas einfachere Integration lässt sich in Möbeln wie Lowboards oder Schränken realisieren wie in dem Bild unterhalb. Hier lassen sich die Lautsprecher mithilfe einer Stichsäge entsprechend einsetzen und die Kabel unauffällig im Schrank verstecken.

Im Idealfall steht dort auch die dazugehörige Elektronik. In Sachen Platzbedarf kommt es darauf an, ob Sie bereits Trockenbauwänden oder Abhangdecken haben, in diesem Falle ist der erforderliche, zusätzliche Platzbedarf gleich null. Müssen Sie für Ihre Vorhaben eine Vorsatzwand bauen lassen oder die Decken nochmals abhängen, sollten Sie Modelle mit möglichst geringer Einbautiefe verwenden. Der Fachhändler hat hier eine große Auswahl an erprobten Lösungen parat. Mehr Details erfahrt ihr in unserem unten stehenden TechTalk Video zum Thema Einbaulautsprecher.


6. Unsichtbare Unterputz-Lautsprecher

Kommen wir nun zur absoluten Champions-League der Lautsprecherlösungen. Klingt es nicht wie ein Traum, wenn man Ihnen sagt, Sie haben den Klang einer hochwertigen Hi-Fi-Anlage, sehen aber weder den Lautsprecher noch die dazugehörigen Kabel? Nun dann sollten Sie diesen Traum vielleicht einmal Wirklichkeit werden lassen, denn das gibt es tatsächlich. Die Lösung heißt Unterputz-Lautsprecher und ist mittlerweile so weit entwickelt, das hier in Sachen Soundqualität keine Kompromisse mehr gemacht werden müssen … Ja, sogar unsichtbare Subwoofer sind so zu realisieren.

Somit lassen sich ähnlich wie mit den zuvor vorgestellten Deckenlautsprechern komplette Mehrkanalsysteme im Wohnraum und im ganzen Haus komplett unsichtbar installieren. Der WOW-Faktor ist dabei jedes Mal aufs Neue eine wahre Freude, denn man sucht förmlich den Lautsprecher im Raum. Im Alltag lenkt nicht mehr vom Bild auf dem Fernseher oder dem Projektor ab. Sie sind so gesehen dauerhaft in eine unsichtbare Klangkuppel eingeschlossen. Ein Erlebnis, was man unbedingt mal Live gehört haben muss … ich schreibe hier explizit gehört, dann sehen werden Sie (sofern gut umgesetzt) nichts von all dem.

Die Lautsprecher werden für die unsichtbare Installation in die Trockenbauwand bündig eingelassen und anschließend mit bis zu 3-mm-Aufmaß verputzt. Im Anschluss lässt sich die Fläche in jeder Wandfarbe normal überstreichen und Sie werden keinen Hinweis darauf finden, dass darunter ein Lautsprecher seinen Job macht. Siehe dazu das Vergleichsbild unterhalb:

Die Lautsprecher gibt es hierbei wie schon bei den Einbaulautsprechern erwähnt, in jeder erdenklichen Größe und Preisklasse. Planen Sie jedoch ein wenig mehr Budget ein, als es bei der Einbau-Version der Fall ist. Günstiger als vergleichbare frei stehende Modelle ist es aber in der Regel allemal. Was Sie weiterhin berücksichtigen müssen, ist die erforderliche Fläche der Lautsprecher, denn diese benötigen für eine gleichwertige Performance in etwa die doppelte Frontfläche.

Die Erweiterbarkeit und der Platzbedarf sind gleichzusetzen mit den zuvor beschriebenen Einbaulautsprechern. In Möbeln oder schränken lassen Sie sich nur bedingt installieren, hier sollten Sie einen Experten zurate ziehen. Beim Installationsaufwand gilt das Gleiche wie auch schon bei den Einbaulösungen … Planung ist ALLES! Nachträgliche Änderungen sind nur schwer und mit viel Aufwand zu bewerkstelligen. Lassen Sie sich also bei Interesse unbedingt bei dem Vorhaben von einem erfahrenen Profi unterstützen, der mit Ihnen die Pläne und im Idealfall auch Installation bei Ihnen zu Haus vornimmt, denn dann steht dem magischen Erlebnis unsichtbarer Hi-Fi-Sound nichts mehr im Wege.


7. Fazit und Gesamtübersicht

Wie man in diesem Beitrag erkennen kann, gibt es viele Wege, die nach Rom bzw. zu einem guten Sound führen. Am Ende des Tages bleibt für jeden selbst und individuell zu entscheiden, welcher Lautsprechertyp bin ich? Ob sichtbares „Möbelstück“ in Form von Standlautsprechern oder komplett unsichtbar, ist immer eine Frage der Anforderungen und des persönlichen Geschmacks, aber auch der Wohnraumbedingung.

Fakt ist, es gibt für alles eine passende Lösung. Unser Tipp an dieser Stelle werfen Sie noch mal einen Blick auf die unten stehende Tabelle und überlegen Sie sich, worauf Sie Wert legen. Der Gang zum Fachhändler mit entsprechender Beratung und Planung sollte aber auf jeden Fall bei Einbau- und Unterputz-Heimkinosystemen erfolgen, denn sonst kann das Traum-Projekt auch schnell im Frust enden…

heimkinosystem überblick

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