Der Ultimative LaserTV Test – XXL Vergleich 2023

Der größte LaserTV Shootout, den es bisher gegeben hat!

Heimkino LaserTV setzt Maßstäbe: Gleich sechzehn der relevantesten LaserTVs am Markt haben wir zeitgleich in einem großen LaserTV Test gegeneinander antreten lassen und in zahlreichen Sichttests und Messreihen die Spreu vom Weizen getrennt. Dies alles ist in unserem Mammut-Video-Special auf Youtube in aller Ausführlichkeit zu sehen.

Parallel dazu haben wir in diesem Test-Special noch einmal die wichtigsten Ergebnisse und Daten übersichtlich aufbereitet und fassen die Stärken und Schwächen eines jeden Modells in einem Ranking zusammen. Die 16 Modelle wurden dabei genaustens untersucht und auf alle Ihre Stärken und Schwächen miteinander verglichen, um den ultimativen Überblick über die stets wachsende LaserTV Landschaft zu behalten. Viel Spaß!

1. LG Vivo Max alias HU915QE – Die Referenzmaschine im XXL LaserTV Test 2022!

Mit dem Vorgänger HU85LS Vivo brachte LG den ersten echten HighEnd LaserTV auf den Markt, der bis dato die meiste Konkurrenz hinter sich ließ und bis zum letzten Jahr trotz seines hohen Preises einer der beliebtesten LaserTVs auf dem Markt war. Nun ist es LG tatsächlich gelungen, mit dem neuen Vivo Max diese Spitzenposition zu verteidigen: In unserem Mega-Vergleich belegt der Vivo Max erneut in den meisten Disziplinen die Referenzposition und stellt somit den ausgereiftesten Laser TV von allen dar. 

Schon bei der Aufstellung ist der Vivo Max eine Klasse für sich: Für die Ausleuchtung eines 100“ Screens wird nur eine Gesamttiefe von gerade einmal 50 cm bis zur Wand benötigt, damit ist nahezu jedes Lowboard auf dem Markt geeignet. Mit seinem schlichten, hellen Design passt er sich zudem modernen Wohnzimmern besonders gut an. 

Auch in der Ausstattung gibt es keinerlei Kompromisse: Einer der drei HDMI-Eingänge wurde auf den neusten 2.1 Standard gebracht und bietet nun auch wichtige Gaming Unterstützung wie 120Hz Zuspielung, niedrigen Inputlag von unter 40ms und ein spezielles Gaming-Bildmenü. Dieses bietet abgestimmte Bildanpassungen, welche bei verschiedenen Spiele-Genres Vorteile bieten sollen. Die Bedienung erfolgt identisch zu herkömmlichen LG Fernsehern über die smarte Bedienoberfläche WebOS und der dazu gehörigen Magic Remote. Zu bemängeln sind lediglich fehlende TV-Tuner. Im App-Store erhältliche TV-Apps wie WaipuuTV etc. bieten hier aber eine gute Alternative.

Bei der Bildqualität stellt der Vivo Max die absolute Referenz in Sachen Lichtleistung: Mit 3700 Lumen maximal und 3200 Lumen bei guten Farben setzt er sich von allen Teilnehmern am besten gegen Fremdlicht durch und ist dabei dennoch angenehm leise. Die Kombination aus 2300:1 nativem Kontrast und effektivem Dimming auf einen Dynamikumfang von bis zu 15000:1 verleiht dem Bild zudem eine hervorragende Plastizität (ebenfalls auf Referenzniveau).

Referenz auch in der Schärfe und Detaildarstellung, da hier der „große“ DLP Chip mit 4 Megapixel Auflösung zum Einsatz kommt, die sequentiell auf UHD-8-Megapixel verdoppelt wird. Alleine in der Farbdarstellung verpasst der Vivo Max die Spitzenposition, denn sein Farbraum deckt die DCI P3 Kinonorm nicht vollständig ab, was aber in Anbetracht der hohen Lichtleistung verschmerzbar ist.  Bei der Soundqualität profitiert der Vivo Max von seinem Volumen, in dem gleich vier Chassis verbaut wurden. Gutes Volumen, hohe Räumlichkeit und gute Sprachverständlichkeit sind das Ergebnis, zudem kann der LaserTV den Ton auch per Bluetooth an externe Lautsprecher kabellos übertragen (von LG separat erhältlich).

Alles in allem ist der Vivo Max der bestmögliche Ersatz für einen TV, denn er bietet eine hervorragende Vielseitigkeit mit Bildergebnissen auf Referenzniveau und großartiger Ausstattung. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von rund €6000.- hat er aber auch einen fürstlichen Preis.

+ Referenz in Aufstellung, Helligkeit, Auflösung und Kontrast

+ Umfangreiches Smartes System mit Gaming Optimierung

– Keine TV Tuner

– Farbraum erreicht nicht DCI P3 Norm

2. VAVA Chroma SP003 – Farbwunder und Filmmaschine

die Filmmaschine im LaserTV test xxl

Auch das kalifornische Startup VAVA präsentiert mit dem neuen „Chroma“ (Modell SP-003) sein LaserTV zweiter Generation. Hierbei wurde, wie der Name schon sagt, der Schwerpunkt auf eine möglichst perfekte Farbwiedergabe gelegt. Und dieses Vorhaben ist gelungen: Als einziger im Feld verfügt der Chroma über eine Quattro Lichtquelle mit separaten Laserdioden für Rot, Grün und Blau sowie einem speziellen gelben Laser / Phosphor Hybrid Kanal.

Dadurch wird ein Farbraum aufgespannt, der nicht nur den Kinofarbraum DCI P3 bei voller Lichtausbeute abdeckt, sondern auch ca. 90% des BT2020 Standards erreicht. Zudem wird durch den zusätzlichen Laser das störende „Speckle“ (Glitzern) gegenüber anderen RGB-Modellen in diesem LaserTV Vergleich drastisch vermindert, wodurch es in der Praxis nur noch bei vollflächigen RGB Inhalten auffällt.

Technisch ist dies schon ein Alleinstellungsmerkmal, doch Vava nutzt dieses System auch in der Signalverarbeitung durch spezielle Farbprofile geschickt aus: Der VAVA Chroma setzt nämlich diesen erweiterten 4-Laser-Farbraum für alle Signalquellen (SDR, DCI, BT2020) gleichermaßen ein, was für eine farbintensivere Darstellung sorgt, die auch unter Fremdlichtbedingungen nicht zu blass erscheint. Ein großer Farbraum birgt aber natürlich auch die Gefahr, dass viele Farben übertrieben bunt erscheinen, vor allem Gesichtsfarben. Tatsächlich war das anfangs auch so beim Chroma, aber mit dem letzten Software-Update 1.8.5 hat man ein Farbprofil integriert, dass Gesichtsfarben absolut natürlich belässt und nur kräftige Farben stärker betont. Dies führt zu hervorragenden Ergebnissen, egal bei welcher Zuspielung. 

Zu dem aufwändigen Farbsystem brilliert der VAVA Chroma auch mit dem höchsten nativen Kontrast aller Teilnehmer in diesem LaserTV Test: 3200:1 nativ sorgt für einen guten Schwarzwert und vor allem für einen hohen Inbildkontrast bei HDR-Inhalten mit Highlights. Eine Lichtleistung von 2200 Lumen bei passender Farbtemperatur und eine gute Schärfe samt Zwischenbildberechnung runden das sehr gute Leistungsspektrum ab. Vor allem bei Film- und Serienmaterial läuft der Chroma zu Höchstform auf, was ihn zu einer wahren Filmmaschine macht. 

In Ausstattung und Bedienung ist der VAVA Chroma eher konventionell: Er bietet zwar Ansätze eines smarten Android-Betriebssystems mit Apps, aber diese sind wenig optimiert und so liegt die Performance unter dem Niveau spezialisierter / optimierter Systeme wie beim LG, Samsung oder Hisense. Wir empfehlen die Verwendung eines externen FireTV-Sticks von Amazon oder Apple TV.

Auch über TV-Tuner verfügt der VAVA nicht. Hier wurde tatsächlich jeder € in die Bildperformance gesteckt und das ist auch unserer Sicht ein besonders gelungener Ansatz und ist so bei keinem anderen Gerät im LaserTV Vergleich zu finden.

Bei der Aufstellung liegt der VAVA Chroma im hinteren Mittelfeld des LaserTV Tests, seine Gesamttiefe liegt für 100 Zoll Bildgröße bei rund 65cm, so dass man das Lowboard schon ein paar Zentimeter von der Wand abrücken muss. In Sachen Ton erneuert VAVA seine erfolgreiche Kooperation mit Harman Kardon, was sich in der Klangqualität bezahlt macht: Der Chroma kann mit seinem voluminösem und breiten Klangfeld problemlos mit einer Mittelklasser Soundbar mithalten, auch die bei Filmen wichtige Sprachverständlichkeit ist gegeben. Alles in allem belegt er hier mit die Referenzposition aller LaserTVs.

Der VAVA Chroma SP-003 ist allen zu empfehlen, die einen echten State of the Art LaserTV suchen und dabei den Schwerpunkt auf eine ansprechende Filmwiedergabe mit Kinocharakteristik legen. Für uns die Filmmaschine im XXL LaserTV Test.

+ Sehr gute Farbgebung bei jedem Bildmaterial

+ Bester nativer Kontrast aller LaserTVs im Vergleich

+ einer der wenigen 3D fähigen Geräte am Markt 

– Kein echte Smart-Oberfläche

– recht großer Wandabstand

3. LG Vivo Mini alias HU715QW  – TV-Allrounder zum günstigen Preis

Nicht jeder möchte 3000,-€ bis 6000,-€ für einen LaserTV ausgeben, weshalb sich im letzten Jahr auch eine deutlich günstigere Preisklasse um 2500,-€ etabliert hat. Hier ist auch der „Vivo Mini“ von LG positioniert, der kleine Bruder des Referenzmodells Vivo Max aus diesem LaserTV Test Vergleich.

Nicht nur äußerlich sieht der Vivo Mini wie ein „dünner“ Vivo aus, auch in der Technik erscheint das Modell etwas einfacher: Die RGB-Laserlichtquelle ist einem herkömmlichem Laser / Phosphor Hybrid gewichen, der 4Megapixel DLP Chip wurde durch einen FullHD Chip + 4fach Pixelshift ersetzt. Dennoch wurde verblüffend viel vom „Großen“ ohne Abstriche übernommen: HDMI Eingänge nach 2.1 Standard mit vielseitiger Gaming-Unterstützung, vollwertiges WebOS Smart-Betriebssystem neuester Generation etc, etc.. In der Ausstattung ist der Vivo mini genauso ein vielseitiger LaserTV wie sein großer Bruder. Lediglich in der Aufstellung muss man etwas mehr Abstand einplanen, aber mit einer Gesamttiefe von 55cm bei 100“ Screen ist auch der Vivo Mini ein platzsparendes Modell und fühlt sich auf nahezu jedem Lowboard wohl.

Bei der Bildqualität zeigt der Vivo Mini eine solide Leistung ohne große Schwächen: 2500 Lumen bei guter Farbgebung, sehr gute Schärfe mit Zwischenbildberechnung, erweiterter SDR Farbraum, der auch Kinomaterial gut abbilden kann. Alleine im Kontrast hätten wir uns etwas mehr erhofft, mit 2000:1 ohne zuschaltbares Dimming liegt er nur im unteren Mittelfeld. 

Gute Ergebnisse auch beim Ton: Wenn auch etwas abgespeckt gegenüber dem Vivo Max, gehört die Klangkulisse zu den besseren in unserem XXL LaserTV Vergleich, mit guter Räumlichkeit und Substanz. Im Tieftonbereich könnte der Vivo Mini aber etwas mehr „Punch“ haben. Wie sein großer Bruder kann auch er externe LG Lautsprecher direkt über Funk versorgen. 

Alles in allem ist der LG Vivo Mini der hervorragende und preiswerte Einstieg in die Welt der LaserTV und durch seine Vielseitigkeit der optimale Ersatz für einen herkömmlichen Fernseher. 

+ Kompakte Abmessungen, vielseitig einsetzbar

+ Umfangreiches Smartes System mit Gaming Optimierung

– Keine TV-Tuner

– Farbraum erreicht nicht DCI P3 Norm

4. Hisense LaserCinema PX1-Pro – RGB Preis/Leistungsmonster

Der PX1 Pro aus dem Hause Hisense ist eine der großen LaserTV-Überraschungen des Jahres und findet stetig mehr Anhänger in den USA und Europa. Der Grund: Während alle anderen echten RGB-LaserTV am Markt und in diesem LaserTV Test über 3500.-€ kosten, verfügt der PX-1 Pro über eine ebensolche für knapp über 2000.-€. Allerdings wurde dafür aber an anderen Stellen ein wenig gespart.

Bei der Bilddarstellung liegt der Fokus auf den Farben, Hisense verspricht volle BT2020 Abdeckung. Unsere Messungen belegen dies, tatsächlich liegt der PX1 Pro hier in derselben Klasse wie ein Samsung The Premiere oder Hisense L9G. Mehr noch, die Farbprofile des PX1 Pro sind sogar ab Werk besser abgestimmt, so dass er auch mit SDR oder DCI P3 Spielfilmen sehr gut zurechtkommt.

Doch die RGB-Lichtquelle hat auch ihre Nebenwirkung: Starkes Glitzern in homogenen Flächen und Farbsäume an starken Kontrastübergängen stören den Seheindruck etwas, auch wenn die Bildschärfe mitsamt Zwischenbildberechnung insgesamt als gut zu bezeichnen ist. Auch der Dynamikumfang könnte etwas höher sein, mit 1400:1 wirkt der Schwarzwert in dunklen Szenen eher gräulich. Die Lichtausbeute hingegen ist mit 2200:1 Lumen bei guten Farben ordentlich. 

Die Tonwiedergabe weist eine gute Räumlichkeit auf, ist aber bei tiefen Bässen etwas schwach auf der Brust und etwas blechern. Das akustische Erlebnis liegt etwa auf dem Niveau einer günstigen Einstiegs-Soundbar.

Hisense nennt den PX1 Pro nicht LaserTV, sondern LaserCinema. Und das trifft es auch ganz gut, denn mit seiner Bilddarstellung ist der PX1 Pro gut für Spielfilme gewappnet, weniger für tägliches Fernsehen. Insgesamt bietet er ein hervorragendes Preis-/Leistungsverhältnis und stellt ein Highlight in diesem LaserTV Test dar.

+ RGB Laser mit 100% BT2020 Abdeckung

+ Preis / Leistungsbrecher

– Limitierter Kontrast

– Laser Artefakte (Glitzern / Farbsäume)

5. Samsung LSP9T

Der Samsung LSP9T ist mittlerweile schon zwei Jahre alt und war 2020 der weltweit erste LaserTV mit echter RGB-Laserlichtquelle. Dies war wegweisend und auch heute noch gehört der Samsung zu den besten LaserTVs, auch wenn er aus heutiger Sicht nicht ganz ohne Schwächen ist…

Seine RGB-Laserlichtquelle erlaubt ihm eine grandiose Farbabdeckung aller Standards, von SDR / BT709, über UHD Premium mit DCI P3 Kinofarbraum bis hin zu BT2020, dass nahezu alle für den Menschen sichtbare Farbtöne abdeckt. Die letzten beiden Normen stellt der Samsung hervorragend dar, doch herkömmliches TV / Serienmaterial erscheint in vielen Bereichen unnatürlich und rötlich übersättigt. Hier hilft nur eine aufwändige Kalibrierung eines Fachmannes. Wie die anderen 3 RGB LaserTVs zeigt der Samsung zudem starkes Glitzern (Speckle) und Farbsäume. Seine Schärfe ist Dank des 4 Megapixel DLP-Chips dennoch hervorragend und mit guter Zwischenbildberechnung auch bei Bewegungen. Seine Helligkeit ist mit 2700 realen Lumen sehr gut, mit einem nativen Kontrast von 2200:1 liegt er aber nur im Mittelfeld.

In Sachen Aufstellung und Ausstattung zeigt sich die Erfahrenheit des weltgrößten TV-Hersllers: Nur 52cm Tiefe bei 100“ Screen, Triple Tuner mit SmartCard Reader und smartes Betriebssystem „Tizen“ mit allen relevanten Streaming Apps. Der Samsung ist einem herkömmlichen TV in allen Belangen ebenbürtig.

Bleibt der Ton, bei dem sich der „The Premiere“ ebenfalls im oberen Drittel ansiedelt: Gutes Klangvolumen, differenziertes Klangfeld, nur im Bassbereich kann er nicht ganz mit den Spitzenreitern aus dem Test mithalten. 

Selbst nach zwei Jahren gehört der Samsung LSP9T noch mit zur Referenzklasse, auch wenn er als erster RGB LaserTV noch typische Nebenwirkungen zeigt und eine Kalibrierung durch den Profi unerlässlich ist.

+ RGB Laser mit 100% BT2020 Abdeckung

+ Hohe Detailauflösung Dank großem DMD-Chips mit 4 Millionen Pixeln

– Kontrast limitiert

– Laser Artefakte (Glitzern / Farbsäume)

6. Hisense L9G

Der kleine Bruder der Hisense L9G, der L5F (weiter unten im LaserTV Test), war der erste namentliche „LaserTV“ hierzulande und hat vor allem mit seiner guten Ausstattung von sich Reden gemacht: Triple Tuner mit Smart Card Reader und ein vollständig smartes Betriebssystem „VIDAA“ machen ihn in der Ausstattung und Bedienung identisch zu einem herkömmlichen Fernseher selber Marke. Die HighEnd Version L9G kommt neben neuem Chassis mit RGB Laser daher. Diese Ausstattung schlägt gegenüber dem Bruder mit ca. 1500,-€ Aufpreis zu Bruche.

Der Abstand ist mit 63cm recht üppig aber mit den meisten Lowboards noch realisierbar. Wie alle LaserTVs von Hisense bis auf den PX-1 Pro gibt es auch beim L9G keinen Schärferegler, man muss sich beim Kauf schon für eine der angebotenen Screens entscheiden, der aber dafür ohne Aufpreis direkt mitgeliefert wird. Diese ganzen Eigenschaften gelten auch für den kleine Bruder L5F, der Unterschied zwischen den beiden Modellen liegt vor allem in der LightEngine, genauer in der Lichtquelle. Während es sich beim L5F um einen herkömmlichen Laser/Phosphor LaserTV handelt, wartet der L9G mit echten RGB Lasern auf, was zu einem wesentlich größeren Farbraum über der BT2020 Norm führt.

Das sieht man vor allem bei UHD Premium Spielfilmen, hier wirkt der L5F mit seinem leicht erweiterten BT709 Farbraum merklich blasser und auch grünlich, eine umfangreiche Kalibrierung ist da empfehlenswert. Der L9G hingegen leuchtet in prächtigen Farben, die man so noch nie bei einem Fernseher gesehen hat: Sattes Grün, tiefes Rot, es gibt keine Farbnuance, die er nicht erzeugen kann. Auch in der kalibrierten Helligkeit hat der L9G mit 2700 Lumen etwas die Nase vorn und gehört zu den helleren im Testfeld.

Aber auch der L5F ist mit 2400 kalibrierten Lumen hell und tageslichttauglich. Im Kontrast schwächeln beide mit ca. 2000:1 nativ ohne Dimming etwas, Schwarzwertwunder sind sie nicht. Optische Schärfe und Signalverarbeitung ist bei beiden identisch gut.  In der Tonqualität belegen beide Modelle nur das Mittelfeld, ihren integrierten Soundbars fehlt das Bassfundament und Differenziertheit in der Stimmwiedergabe. 

Beide Modelle sind für all diejenigen zu empfehlen, die wirklich einen TV Ersatz in Ausstattung und Empfang suchen. Der L9G hat dabei aufgrund seiner tollen Farben einige Vorteile in der Spielfilmwiedergabe. 

+ Triple Tuner & echte Smartoberfläche

+ Tolle RGB Farben mit BT2020 Farbraum

– Kein optischer Schärferegler

– Limitierter Kontrast

7. Viewsonic X2000

Viewsonic ist im Beamer-Markt für seine soliden, aber günstigen Heimkinoprojektoren bekannt, diesen Ruf will der taiwanesische Konzern anscheinend auch im LaserTV Markt etablieren. Rein optisch ist der „X2000“ zweifelsohne der ausgefallenste LaserTV im Testfeld, mit abgesetzter Lautsprecher-Rolle an der Front, welche stark an Bluetooth Lautsprecher von JBL erinnert. Hinter dem Soundsystem steckt aber kein geringerer als Harman Kardon, dem Mutterkonzern von JBL und dementsprechend ausgereift ist die Klangqualität, die mit die beste aller LaserTVs in diesem LaserTV Vergleich ist, knapp hinter den Harman Kardon Systemen des VAVA Chroma.

Wie viele andere Hersteller baut auch Viewsonic in Sachen Betriebsystem auf Android, hier scheint sich ein Trend wie bei den Handys abzuzeichnen. Im Falle des Viewsonic ist die Implementierung ganz gut gelungen, wenn auch Apps gängige Apps zum Streaming eher rudimentär funktionieren. Wir sehen aber immer noch externe Lösungen wie FireTV oder Apple TV im Vorteil. Mit 59cm Gesamttiefe bei 100Zoll Screen lässt sich der X2000 auf den meisten Lowboards gerade noch platzieren.

Die Bildqualität ist durchweg solide: Vor allem mit seinem Kontrastverhältnis von 2700:1 bei kalibrierten Farben setzt sich der Viewsonic mit an die Spitze in Sachen Bildplastizität. Auf der „hellen“ Seite ist er mit 2200 Lumen aber ein wenig limitiert, so dass er kein strahlendes Sonnenlicht verträgt. Farblich macht er eine gute Figur, mit voller SDR Farbraumabdeckung und leicht erweitertem Farbraum für HDR-Kinofilme. Sein Objektiv erlaubt eine gute Schärfe mit nur geringem Abfall zu den Ecken, die Zwischenbildberechnung arbeitet angenehm subtil, ohne Artefakte.

Der Viewsonic X2000 könnte sich vom Underdog zum Publikumsliebling entwickeln, denn mit seinem außergewöhnlichem Design, tollen Sound und solider Bildqualität mit gutem Schwarzwert macht er auf Anhieb Spaß und stellt eine echte Überrachung in unserem XXL LaserTV Vergleich dar

+ Beeindruckende Tonqualität von Harman Kardon

+ Solide Bildqualität

– Keine DCI P3 Farbraumabdeckung

– Limitierte Lichtausbeute

8. Samsung LSP7T

Parallel zum Samsung „The Premiere“ kam auch ein günstigeres Modell auf den Markt, das ebenfalls nach zwei Jahren noch erhältlich ist. Es wurde in diversen Bereichen etwas abgespeckt, bietet aber dennoch eine solide Leistung. 

Mit einem Wandabstand / Vorderkante von 65cm braucht er deutlich mehr Tiefe als sein großer Bruder und liegt aufstellungstechnisch nur im hinteren Feld. Keine Abstriche gibt es hingegen bei der Ausstattung, mit Triple Tuner, Smartoberfläche „Tizen“, guter Verarbeitung und ansprechendem Design ersetzt er einen herkömmlichen TV bei Bedarf vollständig und lässt auch viele andere Teilnehmer im Feld hinter sich. 

Bei der Bildqualität werden LaserTV typische Ergebnisse erzielt, ohne große Schwächen, aber auch ohne Highlights: 2200 Lumen bei guten Farben, für DCI P3 Filme ein leicht erweiterter Farbraum, gute Schärfe mit Zwischenbildberechnung. Beim Kontrast arbeitet er mit 1500:1 nativ und verfügt als einer der wenigen sogar über ein dynamisches Dimming, aber nur bei aufwändiger Kalibrierung des entsprechenden Modus. Schade ist es da, dass der LSP7T aufgrund fehlendem Fachandelskonzeptes kaum in eben diesem vertrieben wird. 

Tontechnisch weiß der Samsung durchaus auch einen herkömmlichen TV zu ersetzen, sticht aber akustisch nicht besonders in unserem XXL-Vergleich hervor. 

Insgesamt ist der Samsung LSP7T ein solider, zuverlässiger und guter, aber auch eher “langweiliger” LaserTV aus unserem XXL LaserTV Test-Feld aber für alle konservativen TV-Gucker einen Blick Wert.

+ Vollständige Smartoberfläche

+ Triple Tuner

– Nur SDR Farbraum

– Geringer nativer Kontrast

9. VAVA 4K

Der Vava 4K ist inzwischen ein echter Klassiker: Mit seinem tollen “apple-ähnlichem” Design und einfacher Bedienung hat er viele Fans gefunden und ist nach wie vor in Produktion. Zurecht wie wir finden… 

Rein äußerlich überzeugt seine Verarbeitung und Schlichtheit, die sich jedem Wohnzimmerambiente anpasst. Als eines der wenigen Modelle ist er wahlweise in Schwarz oder Weiß erhältlich. Seine Ausstattung ist nach heutigen Maßstäben allerdings etwas schlicht: Kein smartes Betriebssystem, keine TV-Tuner. In der Aufstellung benötigt er 60cm Gesamttiefe bei 100“ Bildgröße, damit kann er auf den meisten handelsüblichen Lowboards Platz finden.

Bildtechnisch ist das Geheimnis seines Erfolges der einheitliche Farbmodus mit leicht erweitertem Farbraum, der den Vava 4K farblich etwas kräftiger erscheinen lässt, ohne dabei Gesichtsfarben unnatürlich erscheinen zu lassen. Gerade unter Restlichbedingungen wirkt sein Bild so ansprechender. Auch in der Bilddynamik mischt er mit einem nativen Kontrast von 3000:1 bei den Topgeräten mit und seine Helligkeit von 2300 Lumen bei guten Farben ist ebenfalls ausreichend. In der Schärfe merkt man ihm hingegen sein Alter an: In der Randschärfe fällt er etwas ab und seine Signalverarbeitung kommt ohne Zwischenbildberechnung, konvertiert Spielfilme auf 60Hz. Für TV Material gibt es eine manuelle 50Hz Umschaltung, um Ruckeln zu vermeiden.

Beim Ton gehört er klar mit zur Referenz, dem Harman Kardon Tonsystem sei Dank: Voluminös und basskräftig, die Stimmwiedergabe könnte aber deutlicher sein. Bei Filmen macht der Sound aber einen sehr guten Job!

Der Vava 4K ist nach wie vor allen denjenigen zu empfehlen, die einen ansprechenden und leicht zu konfigurierenden LaserTV Allrounder mit suchen.

+ Beeindruckende Tonqualität von Harman Kardon

+ Helle und ansprechende Farbgebung bei sehr gutem Kontrast 

– Keine Zwischenbildberechnung

– Bediensystem etwas antiquiert

10. Optoma UHZ65UST

Bei Optoma gehen LaserTVs tatsächlich in die dritte Generation, weshalb wir in diesem LaserTV Test das erste Modell (UHZ65) und das neueste Modell testen (Cinemax D2) . Rein optisch unterscheiden sich die Modelle äußerlich nicht, dasselbe Chassis kommt zum Einsatz. Die inneren Werte haben sich jedoch teilweise stark verändert..

Zunächst zu den Gemeinsamkeiten: Bei den Optomas handelt es sich um die größten LaserTVs in diesem Test, brauchen demnach ein entsprechend großes Lowboard. Gleichzeitig benötigen sie die größte Gesamttiefe von 67,5cm bei 100“ Screen, was nicht mehr zeitgemäß ist. Beide lassen auch ein smartes Betriebssystem vermissen, beim D2 kann man es aber immerhin für 100.-€ Aufpreis als Smart Version dazu kaufen, wir empfehlen aber FireTV oder AppleTV, weil diese besser optimiert sind. 

In der Helligkeit gehört der UHZ65UST zu den hellsten in diesem LaserTV Vergelich. Mit 2700 Lumen bei guten Farben ist er zweifelsohne tageslichttauglich (entsprechender Screen vorausgesetzt). Der UHZ65UST besitzt eine leistungsfähige Zwischenbildberechnung, die mit dem meisten Content gut zurechtkommt. Bei komplexeren Bildern können sich aber Artefakte einschleichen. Im Kontrast arbeitt er Nativ mit einem Dynamikumfang von 1500:1, der durch Dimming auf knapp 7000:1 gestreckt werden kann. Dies ergibt einen sehr ansprechenden Schwarzwert auch in dunklen Filmszenen. Der Farbraum deckt SDR / 709 ab und ist für UHD Premium Filme leicht erweitert. 

In der Tonqualität hat der UHZ65UST Dank seines Nuforce Soundsystems einen potenten Klang, der nur bei der Stimmwiedergabe schwächelt, insgesamtes baut eine breite Klangkulisse mit gutem Frequenzgang auf. Als eigner der wenigen Modelle ist er nahezu unhörbar leise Belüftung, hier belegt er die Referenzposition. Als einer der wenigen LaserTVs am Markt ist er zudem 3D fähig, was Cineasten mit 3D Filmsammlung sehr freuen dürfte.

+ Extrem leises Chassis

+ Hohe Lichtausbeute

+ 3D fähig

– Keine DCI P3 Farbraumabdeckung

– großer Wandabstand erforderlich

11. EPSON EH-LS800

Epson ist bekanntermaßen Verfechter der LCD Projektorentechnologie und dementsprechend ist der LS800 der einzige LCD-Vertreter unter den Testkandidaten. Gleichzeitig handelt es sich um einen 3 Chip-Projektor, was eine besondere Bildruhe ermöglicht. 

Mit bis zu 4000 Lumen ist der Epson LS800 auch der hellste LaserTV in diesem LaserTV Vergleich, zumindest auf dem Papier. Wir haben nachgemessen und im „Dynamik“ Modus erreicht der LS800 tatsächlich die Marke, allerdings nur mit einem starken Grünstich. Bei korrekter Farbgebung gehen rund 40% verloren und es verbleiben 2200 Lumen, so dass der Epson „netto“ nur im Mittelfeld landet. Auch der native Kontrast sinkt von 2000:1 auf 1100:1, der geringste Wert unter allen Teilnehmern, Immerhin verfügt der LS800 über ein dynamisches Dimming, das den Kontrast auf ca. 4000:1 „boostet“, aber unterm Strich bleibt der Schwarzwert in dunklen Filmszenen enttäuschend.

Der Farbraum ist SDR/BT709 beschränkt, so dass TV Material farblich adäquat, UHD Spielfilme aber etwas zu blass daher kommen. Schärfe und Zwischenbildberechnung sind auf gutem Niveau, der niedrigere Pixelkontrast der LCD Technologie lässt das Bild des LS800 aber weicher aussehen, als bei der DLP Konkurrenz, eine Geschmacksfrage.

Bei der Aufstellung zeigt sich der Epson hervorragend, und benötigt lediglich 52,5cm Gesamttiefe.

Damit kann er auch auf schmalen Lowboards Platz nehmen, durch seine enorme Länge wirkt er aber dennoch „mächtig“. Auch bei ihm kommt ein Android basierendes Smartsystem zum Einsatz und Epson ist es von allen Teilnehmern am besten gelungen, dieses zu implementieren. 

Schlichtweg enttäuschend ist die Tonqualität, die das von Yamaha beigetragene Soundsystem liefert: Es bietet wenig Räumlichkeit und alles klingt „blechern“, die Sprachverständlichkeit lässt ebenfalls zu Wünschen übrig.  Schade, in diesem großen Chassis wäre technisch bestimmt mehr möglich und somit eine bessere Paltzierung in diesem LaserTV Test gewesen…

+ Sehr geringer Wandabstand

+ Hohe Maximalhelligkeit

– Geringer nativer Kontrast

– Hoher Lichtverlust durch Kalibrierung

12. Hisense L5F

Der Hisense L5 war der erste namentliche „LaserTV“ hierzulande und hat vor allem mit seiner guten Ausstattung von sich Reden gemacht: Triple Tuner mit Smart Card Reader und ein vollständig smartes Betriebssystem „VIDAA“ machen ihn in der Ausstattung und Bedienung identisch zu einem herkömmlichen Fernseher selber Marke. 

Der Abstand ist mit 63cm recht üppig aber mit den meisten Lowboards noch realisierbar. Wie alle LaserTVs von Hisense gibt es auch beim L5F keinen Schärferegler, man muss sich beim Kauf schon für eine der angebotenen Screens entscheiden, der aber dafür ohne Aufpreis direkt mitgeliefert wird. Diese ganzen Eigenschaften gelten auch für den großen Bruder L9G, der Unterschied zwischen den beiden Modellen liegt vor allem in der LightEngine, genauer in der Lichtquelle. Während es sich beim L5F um einen herkömmlichen Laser/Phosphor LaserTV handelt, wartet der L9G mit echten RGB Lasern auf, was zu einem wesentlich größeren Farbraum führt.

Das sieht man vor allem bei UHD Premium Spielfilmen, hier wirkt der L5F mit seinem leicht erweiterten BT709 Farbraum merklich blasser und auch grünlich, eine umfangreiche Kalibrierung ist da empfehlenswert. Der L9G hingegen leuchtet in prächtigen Farben, die man so noch nie bei einem Fernseher gesehen hat: Sattes Grün, tiefes Rot, es gibt keine Farbnuance, die er nicht erzeugen kann. Auch in der kalibrierten Helligkeit hat der L9G mit 2700 Lumen etwas die Nase vorn und gehört zu den helleren im Testfeld.

Aber auch der L5F ist mit 2400 kalibrierten Lumen hell und tageslichttauglich. Im Kontrast schwächeln beide mit ca. 2000:1 nativ ohne Dimming etwas, Schwarzwertwunder sind sie nicht. Optische Schärfe und Signalverarbeitung ist bei beiden identisch gut.  In der Tonqualität belegen beide Modelle nur das Mittelfeld, ihren integrierten Soundbars fehlt das Bassfundament und Differenziertheit in der Stimm. 

Beide Modelle sind für all diejenigen zu empfehlen, die wirklich einen TV Ersatz in Ausstattung und Empfang suchen. Der L9G hat dabei aufgrund seiner tollen Farben einige Vorteile in der Spielfilmwiedergabe. 

+ Triple Tuner & echte Smart-Oberfläche

+ Viele Anschlüsse

– hörbarer Lüfter im Betrieb

– Kein optischer Schärferegler

– Limitierter Kontrast

13. XGIMI Aura

Mit dem XGIMI Aura kommen wir wieder zu einem Exoten, der hauptsächlich online vertrieben wird. Auf den Prospektfotos wirkt er optisch ausgefallen und doch elegant, überrascht waren wir aber von der extremen Größe des Chassis, als wir ihn live in den Händen hielten… Definitiv mit einer der Größten im XXL LaserTV Vergleich.

Doch die Größe bringt auch Vorteile mit sich: Der Xgimi Aura bietet viel Resonanzraum, so dass das integrierte Harman Kardon Soundsystem zu Hochform auflaufen kann. Zusammen mit den Vava LaserTVs setzt sich der Aura4K problemlos mit an die Spitze, eine separate Soundbar ist definitiv nicht notwendig.

Bei der Bildqualität herrscht hingegen eher Mittelmaß: 2000 Lumen bei guten Farben, eine gute Schärfe samt Zwischenbildberechnung und ein auf SDR / BT709 abgestimmter Farbraum ohne Erweiterungen für Spielfilme / UHD Premium. Überdurchschnittlich hoch ist sein Kontrast mit 30001:1 nativ. Alles in allem konnten wir keine großen Schwächen ausmachen.

Bei der Bedienung begegnet uns wieder ein Android-System, das sich bei den LaserTVs aus China immer weiter ausbreitet. Wie bei den anderen in diesem LaserTV Test ist es zweckmäßig, aber nicht perfekt auf den Beamer optimiert…das können die Namenhaften TV-Hersteller wie LG, Hisense und Samsung deutlich besser!

+ Beeindruckende Tonqualität von Harman Kardon

+ Hoher Kontrast

– Keine DCI P3 Farbraumabdeckung

– großer Wandabstand

14. Optoma Cinemax D2

Bei Optoma gehen LaserTVs tatsächlich in die dritte Generation, weshalb wir in diesem Special das erste Modell (UHZ65) und das neueste Modell (D2) miteinander verglichen. Rein optisch unterscheiden sich die Modelle äußerlich nicht, dasselbe Chassis kommt zum Einsatz. Die inneren Werte haben sich jedoch teilweise stark verändert…Zunächst zu den Gemeinsamkeiten: Bei den Optomas handelt es sich um die größten LaserTVs in diesem Test, brauchen demnach ein entsprechend großes Lowboard.

Gleichzeitig benötigen sie die größte Gesamttiefe von 67,5cm bei 100“ Screen, was nicht mehr zeitgemäß ist.

Beide lassen auch ein smartes Betriebssystem vermissen, beim D2 kann man es aber immerhin für 100.-€ Aufpreis als Smart Version dazu kaufen, wir empfehlen aber FireTV oder AppleTV, weil diese besser optimiert sind. 

In der Helligkeit gehört der UHZ65UST zu den hellsten, mit 2700 Lumen bei guten Farben ist er zweifelsohne tageslichttauglich (entsprechender Screen vorausgesetzt). Dies hat man leider beim D2 aus Kostenersparnis reduziert, 2200 Lumen erreicht der D2 und landet damit nur im Mittelfeld. Abgespeckt wurde auch die Signalverarbeitung: Während der UHZ65UST eine leistungsfähige Zwischenbildberechnung sein Eigen nennt, fehlt diese beim D2 ganz.  In den übrigen Disziplinen hingegen hat sich nichts verändert: Nativ arbeiten sie mit einem Dynamikumfang von 1500:1, der durch Dimming auf knapp 7000:1 gestreckt werden kann. Dies ergibt einen sehr ansprechenden Schwarzwert auch in dunklen Filmszenen. Der Farbraum deckt SDR / 709 ab und ist für UHD Premium Filme leicht erweitert. 

In der Tonqualität hat der UHZ65UST Dank seines Nuforce Soundsystems wieder die Nase vorn, es baut eine breite Klangkulisse mit gutem Frequenzgang auf, der D2 wirkt hier deutlich dünner. Beiden Modellen gemein ist die nahezu unhörbar leise Belüftung, hier belegen sie die Referenzposition im LaserTV Vergleich.

+ Extrem leises Chassis

+ 3D fähig

+ günstiger Preis

– Keine Zwischenbildberechnung

– Keine DCI P3 Farbraumabdeckung

– sehr dünner Sound

15. BenQ V6000

Als der taiwanesische Hersteller BenQ seinen ersten LaserTV ankündigte, war die Heimkinowelt gespannt. BenQ produziert derzeit mit die besten und vor allem präzisesten Heimkino-DLP-Beamer zu fairen Preisen. Dieses Konzept wollte man auch auf den V6000 übertragen:

Perfekte Farbtreue, wie von den Filmemachern beabsichtigt, echte 24p Wiedergabe. Guter Kontrast (1500:1 nativ, 7000:1 dynamisch), hohe Lichtausbeute (2800 Lumen bei guten Farben), Zwischenbildberechnung, spezieller DCI-Farbfilter, etc.. etc.. bildtechnisch gibt es sehr viel, was für den BenQ V6000 spricht. 

Und auch im Design weiß der V6000 zu gefallen: Hochwertige Verarbeitung, schöne Optik und eine automatische Schutzplatte, die bei Nichtgebrauch zu fährt und die optische Einheit vor Staub und äußeren Einwirkungen schützt. 

Bei all der Detailverliebtheit in Sachen Bild und Chassis hat man aber leider den Aspekt „TV“ bei Aufstellung und Ausstattung vergessen: Als einziger LaserTV verfügt der V6000 über keinerlei Geometriekorrektur, nur ein beamertypischer Trapezausgleich steht zur Verfügung, was aber in den meisten Fällen nicht ausreicht, denn mechanisch lässt sich ein LaserTV fast nie perfekt genug ausrichten. Dies ist tatsächlich ein KO-Kriterium, was den Erfolg des Gerätes verhindert. In Sachen Streaming und Bedienung setzt der V6000 zudem ausschließlich auf externe Zuspieler, er verhält sich wie ein reiner Monitor.

Beim Ton punktet der BenQ mit seinem HiFi-mäßigen treVolo Soundsystem. Hier zeigt sich eine gute Klangkulisse mit ausgewogener Balance, die besonders bei Musik zu überzeugen weiß, für Filme hingegen fehlt es aber dann doch ein wenig an Bassfundament und Dynamik.

Der V6000 ist bildtechnisch nah an einem richtigen Kinoprojektor und hätte sich zu dem LaserTV für Filmenthusiasten entwickeln können, wenn er nicht über die Aufstellung und das recht hohe Betriebsgeräusch gestolpert wäre. Alle erfahrenen Heimwerker, die sich absolute Perfektion in der Aufstellung zutrauen, können aber zugreifen.

BenQ V6000 OHNE DCI Filter
BenQ V6000 MIT DCI Filter

+ Präzise Farbdarstellung

+ Gute Signalverarbeitung

– Keine Geometriekorrektur

– Wenig Lichtausbeute bei DCI P3

16. Xiaomi Mi 4K

Die Marke Xiaomi ist hierzulande durch seine Handys bekannt, doch der chinesische Elektronikriese produziert auch LaserTVs, die unter den unterschiedlichsten Markenlabels verkauft werden. Der „Mi 4k“ wird unter eigenem Namen vertrieben und soll vor allem preislich überzeugen. Von allen Modellen in diesem LaserTV Test der Mi4K mit Abstand der kleinste und wirkt selbst auf schmalen Lowboards zierlich. Mit 56cm bei 100“ Leinwand Gesamttiefe benötigt er wirklich wenig Platz, so dass er für kleinere Wohnräume geradezu prädestiniert ist.

Überraschend leise ist dabei die Belüftung, die jedoch durch ein deutlich wahrnehmbares Pfeifen übertönt wird, welches in der Praxis durchaus als störend wahrgenommen werden kann. Die restliche Ausstattung ist eher sparsam mit rudimentärem Smart-Betriebssystem und einfachem Kunststoffgehäuse. 

Bei der Bildqualität gibt es wenige Überraschungen: Mit 1500 Lumen bei guten Farben ist er der dunkelste im Feld und benötigt kontrollierte Lichtbedingungen, erscheint dann aber „strahlend“ genug. Die Schärfe ist gut, fällt aber zu den Rändern etwas ab, die Zwischenbildberechnung ist nutzbar, aber nicht frei von Fehlern. Absolutes K.O Kriterium ist die mangelnde 50Hz Kompatibilität: Der Mi4K wandelt die Bildfrequenz intern stets auf 60Hz um, was bei Sportübertragungen und TV Sendungen zu störendem Ruckeln führt. Die Farbdarstellung ist vor allem auf SDR Inhalte optimiert, für DCI-P3 Spielfilme gibt es keinen erweiterten Farbraum, mangels Color-Management können auch keine Anpassungen vorgenommen werden. Wirklich hervorragend zeit sich das Kontrastverhältnis mit 2700:1 bei guter Farbdarstellung. 

In Anbetracht der Größe ist das Klangvolumen überraschend füllig, wir vermissen aber Räumlichkeit und, gerade bei Spielfilmen, Bässe. Wie bei allen LaserTVs besser als bei normalen TVs, aber ersetzt keine Surround-Anlage.

Die Xiaomi Mi4K ist das sparsame Budget-Modell in diesem LaserTV Test, doch wir raten vor allem wegen des 50Hz Problems, ein wenig Geld drauf zu legen und zum Hisense PX1 oder LG Vivo mini zu greifen.

+ Sehr kompakt

+ Niedriger Preis

– Niedrige Lichtleistung

– 50Hz Wiedergabe nur mit Ruckeln

– störendes Pfeifgeräusch

Der Farbraum des Xiaomi Mi erreicht knapp die BT709 Norm

Ohne passenden Screen kein gutes Bild! Heute macht die Leinwand das Bild!

An dieser Stelle wollen wir noch einmal dringlich darauf hinweisen, dass ein LaserTV nur dann zur Alternative eines herkömmlichen Fernsehers werden kann, wenn ein passender CLR / ALR Screen zum Einsatz kommt. Diese Spezialscreens absorbieren schräg einfallendes Fremdlicht und sorgen so für hohe Kontraste auch in nicht abgedunkelten Räumen. Ein passendes Video dazu finden Sie auch auf unserem YouTube Channel:

Die Auswahl bei LaserTV Screens ist ebenso groß, wie bei LaserTVs selbst und jeder Screen bietet unterschiedliche Eigenschaften, die mit jeweiligen LaserTVs besser oder schlechter harmonieren können. 

Unerlässlich ist hier also auch der persönliche Direktvergleich mit dem personlichen LaserTV-Favoriten. Doch keine Sorge, der ausgewiesene LaserTV-Fachhandel hat die besten Modelle vorführbereit und berät Sie gerne!

Besucht unser Web-Portal gern öfters und schaut auch auf unserem Videokanal vorbei – Wir veröffentlichen regelmäßig Fachartikel aus der Unterhaltungselektronik-Branche, sowie Know How Berichte, Produkt-Tests und präsentieren wunderschöne Heimkino Kunden-Referenzen rund um den Großbild-Spaß daheim. 


Euer Heimkino LaserTV Team    
www.heimkino-lasertv.de

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