Die besten Soundbars 2022 im Vergleich

Soundbars erfreuen sich seit Jahren zunehmender Beliebtheit. Geringer Platzbedarf, kaum Kabelsalat sowie wohnzimmerfreundliches Design sind ein paar der Gründe, warum man die schlanken „Soundriegel“ immer häufiger in Läden und in Wohnzimmern vorfindet. Während Soundbars bis vor kurzem mehr als Verbesserung gegenüber dem immer „schlanker“ werdenden Sound der TV Geräte gedacht waren, bieten diese mittlerweile je nach Preisklasse eine solide Alternative zu ausgewachsenen Heimkinosystem. Zudem gründen von schlechtem TV Sound hatten wir bereits ein umfangreichen Beitrag geschrieben. Hier lesen! Welche Modelle die besten Soundbars 2022 darstellen und inwieweit diese mit „richtigen“ Heimkinosystemen mithalten können, erfahren Sie in diesem Beitrag. 

Wenig Platz, aber großer Sound? Soundbars werden fürs Heimkino immer beliebter!

Die besten Soundbars 2022 – Welche Modelle treten für den Soundbar Test an?

Bei unserer Übersicht haben wir uns bewusst für drei aktuelle Modelle aus dem obersten Regal entschieden. Diese Soundbars vereinen, zumindest aus technischer Sicht das Maximum an technischen Möglichkeiten, um aus wenig Volumen sowohl ein kraftvolles, als auch umhüllendes Klangerlebnis zu bieten…zumindest auf dem Papier. Werfen wir also einen kurzen Blick auf die drei auserkorenen Modelle:

1. Sennheiser Ambeo Max

Mit der Ambeo gelang dem Traditionsunternehmen Sennheiser, vor allem bekannt für seine herausragenden Kopfhörer und Mikrofone, ein mehr als gelungener Marktstart. Eine Soundbar dieser Größe gab es bis dato, zumindest für Heimkinofans, noch nicht. In Kooperation mit dem bekannten Fraunhofer Institut wollte man hier eine neue Klasse von Soundbars entwickeln. Mit stolzen 18kg tauscht man hier 1999,-€ gegen ein üppiges Technikpaket mit sage und Schreibe 13 Lautsprechern. Das dieser Wert noch einmal getoppt werden kann, hatten wir auch nicht für möglich gehalten, aber dazu später mehr…

beste-soundbar-2022-sennheiser-ambeo-max

Der Zusatz “Max” ist bei der schieren Größe von 126 cm und 18 kg absolut richtig gewählt!

Mit einer Spannweite von 126 cm ist die Ambeo, mit dem durchaus verständlichen Zusatz „Max“ die größte in unserem Vergleich. Der Zusatz „Max“ rührt von der vor kurzem erschienen neuen Soundbar aus dem Hause Sennheiser, welche den Zusatz „Plus“ im Namen trägt. Somit lassen sich die beiden Modelle differenzieren. Die Amebo Max wirbt damit, dass Sie auch ohne zusätzliche Lautsprecher im Raum ein sehr umhüllendes und klares Sounderlebnis, sowohl bei Filmen, als auch Musik in die heimischen vier Wände zaubern kann. Wie gut das funktioniert, werden wir uns noch genauer anhören….

2. Sennheiser Ambeo Plus

Nach dem Erfolg des großen Bruders, der Sennheiser Ambeo Max wurde der Ruf der Kundschaft erhört, auch ein günstigeres Modell auf den Markt zu bringen. Die Sennheiser Ambeo Plus ist somit die sowohl günstigste als auch mit nur 105 cm breite die kleinste Soundbar in unserem Vergleich. Für 1499,- € erhält man einen schicken Soundriegel mit immer noch beachtlichen 9 Lautsprechern bei einem moderaten Gewicht von etwas unter 7 kg. Eine kompaktere Bauweise mit modernster DSP-Technik sowie neusten Schnittstellen stellen zumindest auf dem Papier ein wahres Preis-Leistungs-Highlight dar. Ob die „abgespeckte“ Version mit dem großen Bruder mithalten kann, wird sich noch zeigen.

Kleiner und leichter muss nicht unbedingt schlechter bedeuten!? Wie viel “Max” steckt in der kleineren “Plus”?

3. Devialet Dione

Die wahrscheinlich exotischste und auch mit 2300,- € auch teuerste Soundbar im Vergleich. Die Devialet Dione vom französischen High End Hersteller Devialet glänzt mit futuristischem Design und rekordverdächten 34! Lautsprecher-Membranen… Mit satten 1000 Watt Verstärkerleistung ist Sie im Vergleich zumindest laut Datenblatt die kräftigste. Das sportliche Gewicht von 12 kg stellt einen soliden Mittelwert zu den anderen beiden Modellen dar.

futuristisches Design trifft auf kraftvolle Technik, besten soundbars 2022

Futuristisches Design trifft auf 36 Lautsprecher – Die Devialet Dione trumpft mit schierer Kraft auf!

Neben dem besonderen Design möchte diese Soundbar besonders audiophilen Ansprüchen auch bei hohen Lautstärken und extremen Bassanforderungen gerecht werden. Wer die imposanten Devialet Lautsprecher der Phantom Serie schon einmal live erlebt hat, weiss das den französischen Ingenieuren scheinbar gelingt, die Physik auszutricksen… Maximaler Bass aus kleinstem Volumen stellt in der Entwicklung eine große Herausforderung dar. Wie druckvoll die Devialet Dione auch ohne Subwoofer daherkommt, wird sich zeigen, wir sind gespannt.

Ausstattung, Anschlüsse und Einrichtung

Nach dem Kauf folgt das klassische Unboxing sowie die Aufstellung, Anschluss der Kabel sowie Einrichtung – Besonderheit bei dem Punkt Einrichtung ist bei allen Modellen die Automatische Raumeinmessung, doch dazu später mehr. Starten wir mit der Sennheiser Ambeo Max:

Sennheiser Ambeo Max

Nach dem Auspacken der Ambeo Max kommt einem zunächst das umfangreiche Zubehör der Soundbar entgegen. Neben einer schicken und übersichtlichen Fernbedienung liegt ein HDMI Kabel zum Anschluss an den Fernseher bei. Highlight dürfte wohl das hochwertige Einmessmikrofon aus Metall sein, was extra für die Soundbar entwickelt wurde. Bedienungsanleitung und Stromkabel dürfen natürlich ebenso nicht fehlen!

Bei der Installation bleibt zunächst die Frage, ob stehend auf dem Lowboard oder eine platzsparende Wandmontage? Da die Max wirklich mächtig in den Dimensionen ist, dürfte es nur wenige Fernseher geben, die bei einer Platzierung auf dem Lowboard nicht von der Soundbar verdeckt werden… Allein die Breite von 126 cm macht deutlich: Zum großen Ton sollte auch ein entsprechend großes Bild, bzw. Fernseher. TV-Geräte unter 65“ sehen hier schlichtweg verloren aus. Wir empfehlen hier ganz klar sowohl TV, als auch die Ambeo Max an der Wand zu montieren. Für letzteres benötigt man den separaten erhältlichen Wandhalter von Sennheiser. Kostenpunkt 59,-€.

hdmi, subwoofer, anschluesse

Lässt keine Wünsche offen – Umfangreiches Anschlussfeld der Sennheiser Ambeo Max

Bei den Anschlüssen findet man alles, was das Techniker-Herz begehrt. Neben dem HDMI ARC Anschluss zum Fernseher oder Beamer finden sich, soviel vorweg, die meisten HDMI Eingänge in unserem Test. Mit insgesamt 3 HDMI 2.0 Anschlüssen dürften wohl die meisten Kunden auskommen. Ausgehend von den üblichen Zuspielern wie Streamingbox, Spielekonsole und BluRay Player. Ältere TV Geräte oder Zuspieler lassen sich alternativ via RCA / AUX oder Toslink anschließen – hier lassen sich dann aber keine 3D Tonformate wie Dolby Atmos übertragen!

Apropos 3D Sound, bei entsprechendem Material via HDMI decodiert die Sennheiser alle gängigen Soundformate bis hin zu Dolby Atmos und DTS:X. Zumindest wenn die HDMI Eingänge verwendet werden.

Sinnvolle Ergänzung – Der neue Sennheiser Ambeo Subwoofer – mit drahtloser Verbindung

Eine Besonderheit finden wir noch neben den RCA Anschlüssen. Einen vollwertigen Subwoofer-Ausgang. Hier kann die eh schon voluminöse Soundbar nochmals im Tieftonbereich erweitert werden. Dabei ist man nicht auf den gerade erschienen Sennheiser Sub (drahtlos) limitiert, sondern kann sich jeden am Markt erhältlichen Subwoofer mit LFE Eingang für noch mehr Druck als Ergänzung aussuchen. An Drahtlosen Verbindungsmöglichkeiten stehen Bluetooth und WLAN inklusive Google Chromecast für Streamingdienste wie Spotify, Tidal etc.

Nachdem die Verkabelung und Installation abgeschlossen ist, gehts an die Einmessung mittels des im Lieferumfang enthaltenen Messmikrofons. Der Setupguide erfolgt via Sennheiser App – erhältlich für Apple IOS und Android. Hier werden über Testtöne und entsprechende DSP Korrekturen raumakustische Einflüsse versucht zu kompensieren. Wie gut das funktioniert, erfahren Sie im Abschnitt Praxis.

hochwertiges Messmikro und geführter Einrichtungsassistent erleichtern die Inbetriebnahme enorm

Nach der Einmessung / Kalibrierung stehen zudem mehrere Sound-Profile zur Verfügung, sodass je nach persönlichem Geschmack mehr Höhen, Bässe und Effekte wiedergegeben werden. Zusätzlich zur übersichtlichen App, bietet die Fernbedienung die grundlegenden Funktionen für den Alltagsbetrieb. Einziges Manko ist hierbei das kleine Display in der Soundbar, welches sich von einer normalen Sitzentfernung kaum noch ablesen lässt.

Sennheiser Ambeo Plus

Bei der kleineren Sennheiser Ambeo Plus bleibt, bis auf ein paar dem günstigeren Preis geschuldeten Einsparungen, alles wie beim großen Bruder. Die Anschlusssektion ist bis auf einen reduzierten HDMI-Eingang identisch und lässt auch ein Upgrade mit externem Subwoofer zu, was in Anbetracht des deutlich kleineren Gehäuses eher anzuraten ist, als bei der Ambeo Max, die bereits aus dem Karton ohne Tieftonergänzung ein ordentliches Bassfundament zu Tage fördert. 

Ähnlich flexibel wie der große Bruder – Sennheiser Ambeo Plus Anschlussfeld mit “nur” 2 HDMI Eingängen

Was direkt auffällt, ist das fehlende Einmessmikrofon, welches wie eben noch bei der „Max“ Version gelobt haben. Die Einmessung erfolgt bei der kleineren Plus via Handy-App und dem integrierten Handymikrofon.

Bei der Installation waren wir etwas verwundert, das hier stand jetzt (November 2022) noch keine Wandhalterung verfügbar ist. Aufgrund der deutlichen flacheren Bauform gegenüber der „Max“ sollte in den meisten Fällen aber auch eine Platzierung mitsamt Fernseher auf dem Lowboard möglich sein. 

Devialet Dione

Kommen wir zum Exot in unserem Test. Die Devialet Dione ist trotz des hohen Preises sehr minimalistisch was den Lieferumfang angeht. Wir finden weder Fernbedienung noch ein Messmikro im Karton. Toslink und HDMI-Kabel liegen hingegen in solider Qualität bei, damit man nicht noch zusätzlich zum nächstgelegenen Elektromarkt laufen muss.

Auch beim Blick auf die Anschlüsse herrscht Ernüchterung… Hier finden wir nur die allernötigsten Anschlüsse: Einen HDMI eARC für die Verbindung mit dem Fernseher, alternativ ein Toslink-Kabel sowie ein Netzwerkanschluss. HDMI Eingänge für Zuspieler oder die Möglichkeit eines externen Subwoofers fehlen gänzlich. Somit müssen alle Zuspielungen über den Fernseher laufen.

Ausreichend aber mit viel Luft nach oben… – Anschlussfeld der Devialet Dione

Bei der Montage gibt sich die Devialet Dione keine Blöße. Durch das flache und minimalistische Design findet die Soundbar nahezu überall Platz und macht eine gute Figur, egal ob an der Wand oder auf dem Lowboard. Schönes Gimmick – eine separate Wandhalterung wird nicht benötigt. Die Aufhängung erfolgt via zwei Schlüssellochaufhängungen, wodurch die Dione mit minimalstem Wandabstand auskommt.

Macht an der Wand und auf dem Lowboard eine gute Figur – die Devialet Dione

Da sich die Ausrichtung der Bar gegenüber der Lowboardplatzierung um 90 Grad ändert, lässt sich der Auffällige Centerkanal in Kugelform, welcher den Devialet Phantom Lautsprechern ähnelt, ebenfalls drehen und optimal auf den Hörplatz ausrichten. alle anderen Lautsprecher werden bei der Drehung über den DSP “umpositioniert, damit die Abstrahlung wieder korrekt ist.

Schöne Integration des Center-Kanals – das Devialet-typische “Alien”-Design

Nach erfolgreicher Installation und Anschluss der Kabel stellt sich zunächst die Frage nach der Bedienung. Diese lässt sich aufgrund der fehlenden aber optional erhältlichen Fernbedienung (179,-€) nur via CEC mit der Fernbedienung des Fernsehers oder am Gerät selber bewerkstelligen. Die Ersteinrichtung wie auch die Einmessung erfolgt wie bei der Ambeo Plus via Handy-App. Diese ist ebenfalls für IOS und Android verfügbar und ließ im Test, dank sehr aufgeräumter Oberfläche keine Fragen offen.

Alle Einstellungen erfolgen über die Handy-App der Devialet Dione

Praxis: Wie klingen die Soundbars?

Nachdem wir nun alle drei Modelle angeschlossen und eingerichtet haben, beginnt der spaßige Teil unseres Vergleichs. Nun ist es immer schwierig, Soundqualität in Textform zu schildern. Jedoch möchten wir hier an dieser Stelle versuchen unsere Eindrücke so gut es geht zu umschreiben. Wie auch beim Beamerkauf können wir immer nur wieder darauf verweisen, sich das Objekt der Begierde beim nächstgelegenen Fachhändler vor Ort anzusehen bzw. in diesem Fall anzuhören. Denn jeder hat seinen eigenen Geschmack, die einen stehen auf präzisen und feinen Hochton, während der andere diesen eher als “anstrengend” empfindet. Genauso verhält sich das beim Bass – es gibt die Fraktion “Hütteabreißer” und diejenigen, die lieber einen zurückhaltenden, aber feinen Bass haben möchten. Welcher Typ bist Du?Um das herauszufinden, hilft nur der Gang zum Fachhändler – und der wird sich definitiv lohnen! Eine Übersicht über unsere Fachspezialisten finden Sie hier.


Keine Scheu vor der Beratung! Unsere Spezialisten freuen sich, Euch weiterzuhelfen!

Sennheiser Ambeo Max

Starten wir die Hörsession mit der Ambeo Max. Schon nach den ersten Sekunden macht die Soundbar ihrem Namen alle Ehre…. Wir ertappen uns dabei, wie wir nach größeren und mehreren Lautsprecher Ausschau halten. Den anfänglichen Musik-Score von Mad Max Fury Road mit den umhüllenden Stimmen gibt die Sennheiser sehr gut und Druckvoll wieder. Hat man, wie in unserem Fall, normal hohe Decken und einen einigermaßen symmetrischen Raum, funktionieren die Reflektionen an den Wänden und Decken sehr gut und geben einen umhüllenden Surround-Sound von sich.

Im Fall von Mad Max Fury Road löst sich der Dolby Atmos Sound hervorragend von der Soundbar und lässt uns vergessen, dass es sich nur um eine einzige, aber recht üppige Soundbar handelt. Lediglich sobald es bei Mad Max ans Eingemachte geht, kommt die Ambeo ein wenig ins Schwitzen, da im Bassbereich einfach zu viel Energie benötigt wird. An dieser Stelle schleißen wir noch einen vorhandenen Subwoofer der Marke SVS an um das Maximum aus der Kombi zu holen. 

Sennheiser Ambeo Max – Explosionszeichnung -> Lautsprecher soweit das Auge reicht!

Und was sollen wir sagen? Mit der Tiefton Ergänzung wird die Ambeo im Bassbereich entlastet und spielt nochmals deutlich klarer und entspannter im Filmbetrieb. Hier vermissen wir auch bei höheren Pegeln kaum etwas, wenn auch der Vergleich zu einem vollwertigem Heimkino-System schwerfällt. Hier kommen nochmal mehr Effekte und Dynamik zu tragen, sofern Aufstellung, Einmessung und die richtigen Lautsprecher samt Verstärkerwahl entsprechend erfolgt sind. 

Bei der Musikwiedergabe gibt die Sennheiser ein breites Bühnenbild mit einer enormen Plastizität (nach erfolgter Einmessung) von sich, wie wir es normal nur von soliden HiFi Lautsprechern kennen. Für den ambitionierten Musikhöhrer dürfte eine Soundbar wahrscheinlich nur schwer den Weg ins Wohnzimmer schaffen, für Gelegenheitshöhrer und Streamer ist die Performance jedoch vollkommen ausreichend und stellt alle bisherigen Soundbars auf dem Markt in den Schatten. Sofern bei Musik keine Partypegel gefordert werden, ist ein zusätzlicher Subwoofer optional. Da die eigenen Anforderungen aber häufig sehr individuell sind, lohnt sich hier eine Probesession samt ausführlicher Beratung vor Ort beim Spezialisten. Denn für die aufgerufenen knapp 2000,-€ muss das Gesamtkonzept auch zu Ihnen passen.

Sennheiser Ambeo Plus

Wie schlägt sich die kleinere Version der Ambeo Max? Nun was sollen wir sagen… Es ist bemerkenswert, was nach der Einmessung an Räumlichkeit für 1499,-€ geboten wird. Die Marketingangaben mit 7.2.4 Kanälen halten wir zwar für überzogen, jedoch schmälert das die sehr detaillierte Filmwiedergabe auch bei Dialogsequenzen in keinster Weise.

Sennheiser Ambeo Plus – Explosionszeichnung – 9 gut platzierte Lautsprecher sorgen für Surround-Sound

Die Surround-Kulisse über die seitlichen- und Upfireing-Lautsprecher macht einfach unfassbar viel spaß und lassen nur wenig im Filmbetrieb vermissen bis auf die Tieftonperformance. Hier vermissen wir schon deutlich früher als beim großen Bruder ein wenig Volumen, besonders bei Action-Szenen. Sobald wir aber wie bei der Ambeo Max einen Subwoofer mit einbinden, relativiert sich dieser Nachteil schnell wieder. Was mittlerweile aus kleinsten Lautsprechern gepaart mit modernster Signalelektronik möglich ist, lässt uns während der Testsession häufig mit einem breiten Grinsen im Sofa sitzen. In Kombination mit einem guten Subwoofer ist man hier Preislich auf einem ähnlichen Level wie die Ambeo Max Solo. Wir finden den Preisunterschied als Fair, wenn auch die Einmessung via Handy-App bestimmt einiges an potential gegenüber der Max einbüßt.

Devialet Dione

Bei der Devialet Dione waren wir besonders gespannt, ob diese an die Performance der genialen Phantom-Lautsprecher Serie anknüpfen kann. Kurz gesagt: Ja zu 80%!

Gegenüber den beiden Modellen von Sennheiser haben wir nochmals fetteren und präziseren Bass, was zum einen an der ausgeklügelten Membrananordnung (s. Bild) und zum anderen an der schieren Verstärkerleistung von knapp 1000 Watt liegt. Hier wurden keine halben Sachen seitens der Devialet Ingenieure gemacht. Besonders bei Musik zeigt die Devialet, wofür man 2300,-€ eintauscht. Kraftvollen Sound im edelsten Gewand!

Devialet Dione – Explosionszeichnung – 36 Membrane finden hier Platz!

Besonders moderne elektronische Musik ist ein wahres Spektakel auf der Dione. Selbst bei Pegeln, die jedes gute Nachbarschaftsverhältnis herausfordern dürften, bleibt die Dione entspannt und lässt den Zuhörer einen zusätzlichen Subwoofer nur in den seltensten Fällen vermissen. Dieser lässt sich aber wie weiter oben schon erwähnt nicht ankoppeln, wodurch zumindest bei Filmen wie Godzilla vs. Kong oder vergleichbaren Blockbustern manchmal das Limit des kompakten Soundriegels ausgereizt wird.  Wer hingegen eher auf Zimmerlautstärke guckt, sollte hier keine Probleme haben. Die Räumlichkeit ist zumindest bei unserer Testsession etwas Front lastiger und zentrierter als bei den beiden Mitbewerbern, was aber je nach Raumsituation durchaus von Vorteil sein kann. Hier kommt es ganz auf eine geschickte Vorabanalyse des Raumes und des persönlichen Geschmacks an. Wir können an dieser Stelle nur immer wieder betonen, dass besonders in dieser Preisklasse ein Beratungs- und Hörtermin nahezu unumgänglich ist.

In der Praxis hat uns allerdings die fehlende Fernbedienung und die Abwesenheit der HDMI-Eingänge ein wenig gestört. Zu häufig mussten wir das Handy in die Hand nehmen, um Tonmodi und Einstellungen auf die Inhalte anzupassen.

Fazit: Wer macht das Rennen?

Nach längerem Vergleich der drei Soundbars können wir nur ein Fazit ziehen: Die Modelle sind allesamt absolute Oberliga und unterscheiden sich im Wesentlichen in Ihrer Ausstattung und Anpassbarkeit an die Umgebungssituation. Lediglich die Devialet Dione fällt etwas ab, da Sie keine Möglichkeit eines zusätzlichen Subwoofers bietet, was uns insbesondere im Filmbetrieb ein wenig fehlte. Bei Musik hingegen macht sie einen überragenden Job und glänzt mit seidigen Höhen und knackigen Bässen, die selbst die deutliche größere Sennheiser Ambeo Max (wohlgemerkt OHNE Subwoofer) zurechtweisen. Alle drei Modelle bieten eine Menge Spaß und sind ein lohnendes Upgrade zu jedem Fernseher.

Hier kommt es bei allen Modellen aber auf die richtige Positionierung an. Wirklich zaubern kann keine der drei Soundbars. Eine vollwertige Surroundanlage mit AV-Receiver können Sie zudem aus unserer Sicht nur bedingt ersetzten. Richtig installiert und eingestellt ist es durchaus faszinierend, wie umhüllend und Druckvoll der Soundeindruck aus verhältnismäßig kleinen Geräten heutzutage ist. Wenn Aufstellung und Raumakustik nicht mitspielen bringen aber auch die besten Technologien nichts. Das gilt allerdings für alle Lautsprecher! Sie sollten daher unbedingt vorab mit entsprechenden Fotos und Raumskizzen zu einem Fachhändler ihres Vertrauens gehen. Dieser kann Ihnen helfen, das beste System für Ihren Raum und Ihre Ansprüche zu finden. 


Soundbar kaufen? Der Weg zum Fachhandel lohnt sich!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.